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6. Januar 2024
4 min 46 sec read

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Schrifteinstellung

An einem sonnigen Morgen in schon warmen, späten Apriltagen schlüpfte ein Entenküken aus seinem Ei. Es ist für alle schlüpfenden Küken nicht leicht. Auch für Tapsi war es anstrengend, aus dem Ei zu kommen. 

Sie wusste noch nicht, dass sie Tapsi heißen würde, denn Enten geben ihren Kindern erst nach dem Schlüpfen ihren Namen. Die Eier sahen fast gleich aus. Sie lagen da, in dem kleinen Nest, weich, auf wärmenden Federn gebettet.

„Null?“
„Ich bin weg! Also spiel!“
„Jetzt spielt er schon wieder! Wo waren wir?“
„Bei der Null.“
„Auch das noch!“
Wie jeden Samstag um siebzehn Uhr sitzen die drei Männer, zwei von ihnen auf der in die Jahre gekommenen Eckbank und einer auf einem der raumseitigen Stühle, in dem Dorfgasthof am Fuße der Kühlung, nur wenige Kilometer entfernt von den im Sommer so belebten Stränden der Ostsee. Der Sommer ist schon lange vorbei. Kürzer werden die Tage nicht mehr, deren langer Atem und ruhiger, kräftiger Herzschlag einen Moment vergessen lässt, dass durch die Schönheit der Landschaft nahezu die gesamte Region in der Unterhaltungsbranche tätig ist. Eigentlich heißt es Tourismus; tatsächlich es ist mehr. Am heutigen Tag ist, so wie in den vergangenen Tagen und wie es auch in den nächsten Tagen sein wird, davon nichts zu spüren. Sie sind die einzigen Gäste im Gasthof.


Jeden Samstag spielen sie Skat in dem kleinen Gastraum. Gerd, der Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes, der sich hauptsächlich mit Aufzucht und Verarbeitung von Sanddorn beschäftigt, der Tierarzt Dr. Steffen Wilders aus Kühlungsborn und der Malermeister Heinrich Berkel aus Bad Doberan. Die drei kennen sich seit der Schulzeit und wenn etwas Bestand in ihrem bisherigen Leben hatte, dann ihre Skatklopperei, die sich früher nicht nur auf Samstage beschränkte. Skatspielen war und ist für sie immer nur Anlass, beieinander zu sein und irgendetwas in Händen zu halten, während sie sich über ihr Leben unterhalten. Sie kommunizieren so, wie sie spielen. Nicht mit letztem Einsatz. Nicht mit vollem Biss. Warum auch? Das Spiel war schon immer so unwichtig und keiner der Männer neigt zu impulsiven Entscheidungen, die sich nicht mehr korrigieren ließen.
Das neue Jahr hat gerade begonnen und in ihren jeweiligen Betrieben läuft es noch etwas gemächlicher. Jetzt will keiner mehr den Maler im Haus haben, es sei denn, man zöge gerade aus. Für Heinrich Berkel wird es im Frühjahr stressiger werden oder aber schon früher, wenn der Winter noch knackig daherkommen sollte, einige Leitungen platzen und das Wasser die Wände hochzieht. Für den Tierarzt Steffen war auch weniger zu tun. Sowohl auf den umliegenden Gestüten und Reiterhöfen als auch beim fehlenden Andrang zum Impfen der Haustiere.

„Null?“
„Ich bin weg! Also spiel!“
„Jetzt spielt er schon wieder! Wo waren wir?“
„Bei der Null.“
„Auch das noch!“
Wie jeden Samstag um siebzehn Uhr sitzen die drei Männer, zwei von ihnen auf der in die Jahre gekommenen Eckbank und einer auf einem der raumseitigen Stühle, in dem Dorfgasthof am Fuße der Kühlung, nur wenige Kilometer entfernt von den im Sommer so belebten Stränden der Ostsee. Der Sommer ist schon lange vorbei. Kürzer werden die Tage nicht mehr, deren langer Atem und ruhiger, kräftiger Herzschlag einen Moment vergessen lässt, dass durch die Schönheit der Landschaft nahezu die gesamte Region in der Unterhaltungsbranche tätig ist. Eigentlich heißt es Tourismus; tatsächlich es ist mehr. Am heutigen Tag ist, so wie in den vergangenen Tagen und wie es auch in den nächsten Tagen sein wird, davon nichts zu spüren. Sie sind die einzigen Gäste im Gasthof.


Jeden Samstag spielen sie Skat in dem kleinen Gastraum. Gerd, der Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebes, der sich hauptsächlich mit Aufzucht und Verarbeitung von Sanddorn beschäftigt, der Tierarzt Dr. Steffen Wilders aus Kühlungsborn und der Malermeister Heinrich Berkel aus Bad Doberan. Die drei kennen sich seit der Schulzeit und wenn etwas Bestand in ihrem bisherigen Leben hatte, dann ihre Skatklopperei, die sich früher nicht nur auf Samstage beschränkte. Skatspielen war und ist für sie immer nur Anlass, beieinander zu sein und irgendetwas in Händen zu halten, während sie sich über ihr Leben unterhalten. Sie kommunizieren so, wie sie spielen. Nicht mit letztem Einsatz. Nicht mit vollem Biss. Warum auch? Das Spiel war schon immer so unwichtig und keiner der Männer neigt zu impulsiven Entscheidungen, die sich nicht mehr korrigieren ließen.
Das neue Jahr hat gerade begonnen und in ihren jeweiligen Betrieben läuft es noch etwas gemächlicher. Jetzt will keiner mehr den Maler im Haus haben, es sei denn, man zöge gerade aus. Für Heinrich Berkel wird es im Frühjahr stressiger werden oder aber schon früher, wenn der Winter noch knackig daherkommen sollte, einige Leitungen platzen und das Wasser die Wände hochzieht. Für den Tierarzt Steffen war auch weniger zu tun. Sowohl auf den umliegenden Gestüten und Reiterhöfen als auch beim fehlenden Andrang zum Impfen der Haustiere.

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